Lyrics · Gedichte · Texte by Jost Schalling
Winter
Teich und Bäche zugefroren, des Landes Antlitz wiegt im Schnee,
Kinder spielen ausgelassen, frohes treiben nährt den See.
Von den Hängen voller Eifer, rodeln jung und alt herab,
hält das Kind mit roten Wangen, seine Eltern voll auf trab.
Von Tante-Emma`s-Laden, reizt genüsslich uns ein Duft,
von Zitrone, Zimt und Mandel, ist erfüllt des Angers Luft.
Dem Herrn sei zu Danken, für diesen Hochgenuss,
ob Glühwein für die Mutter oder den Tee mit Schuss.
Gelabt und aufgewärmet, geht es geschwind Nachhaus,
baun wir im Kinderkreise, den Tannenbaum nun auf.
Steht in der Abendstunde, ein Stern am Firmament,
wird sehnlichst er erwartet, den man Knecht Ruprecht nennt.
Sind alle in den Stuben, bedacht mit Gut und Wein,
ist Freude in den Herzen, im warmen Kerzenschein.
Noch Wochen wird es dauern, dann weichen Frost und Schnee,
frohlockend Kinder lauern, aufs Spiel im Wiesenklee.
Info:
Geschrieben von Jost Schalling · Chemnitz, den 22.12.2004
Das "Gedicht Winter" wurde von der BRENTANO-GESELLSCHAFT Frankfurt/M. in der FRANKFURTER BIBLIOTHEK 2007 (Kategorie A) veröffentlicht.
Zitat (Brentanogesellschaft):
"Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meistenverbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt, z.B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der National Library of Congress in Washington."
